Von Helden und Schülern

Stellen Sie sich einmal vor, verehrter Leser, Sie befinden sich auf der Vorstellung eines Theaterstücks einer 7. Klasse mit dem Titel “Helden”, das mittelalterliche Stoffe zu Rittern und Burgfräulein aufgreift. Was erwarten Sie? Sich in Not befindliche Prinzessinnen, starke, mutige Ritter in glänzenden Rüstungen mit großen Schwertern, die gewaltige Drachen erlegen und Königreicher erobern? Vielleicht der Versuch eines ambitionierten Theaterlehrers eine Reflexion auf das beschwerliche Leben damals einzuweben und die Mär vom “dunklen Mittelalter” zu beenden?

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The Black Keys – Die hohen Lieder der Liebe

Nach vielen Wochen und Monaten habe ich es vergangene Woche nun endlich getan: ich habe mir euphorisiert sowohl El Camino als auch Turn Blue von – The Only One – den Black Keys gekauft. Natürlich habe ich diese Entscheidung des Herzens bisher nicht bereut. Dafür höre ich seit dem Kauf (fast) nichts anderes mehr als die Black Keys: Mystery is what this is to me. You are the only one.

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Honeymoon

Lana Del Rey hat es schon wieder getan: am 18. September ist ihr neues Album erschienen. Nur ein gutes Jahr nach ihrem letzten Album Ultraviolence.

Kann sich da so viel geändert haben? – An der Melancholie jedenfalls nicht. Was wäre Lana ohne Melancholie? Die Stimme, Mimik, Intonation und ihr Verhalten sind so sehr von Melancholie dominiert, man fragt sich, wie es wohl ist, wenn sie tatsächlich einmal ein Requiem singt.

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Podiumsdiskussion: Jugend 2015 – Überforderung?

Ich werde diesen Donnerstag, den 16.04., an einer Podiumsdiskussion des Gleis 1 teilnehmen. Das Thema wird sein: „Jugend 2015 – Überforderung? Kürzer, schneller, besser…“

Beginn ist um 19.00 Uhr. Aus dem Programm:

„Werden unsere Kinder zu Bildungsmaschinen „herangezüchtet“? Oder ist es überhaupt notwendig, im internationalen Bildungsvergleich zu stehen? Kritiker und Befürworter debattieren über das verkürzte Schulsystem und die resultierenden Folgen.“

Neben mir werden noch Matthias Fack (Präsident des bayerischen Jugendrings), Ernst Weidenbusch (Landtagsabgeordneter), Thomas Kösters (Startup Program Manager bei Microsoft) und Michael Blum (COG Lehrer) auf dem Podium sitzen. Moderieren wird Tobias Sasse.

Ich würde mich über euer Erscheinen sehr freuen!

(Ich plane danach hier über die Diskussion einen Artikel zu veröffentlichen.)

Ein stiller, nachdenklicher Mann

Zur Person des Jürgen Todenhöfer

Zum Einstieg möchte ich ein Zitat präsentieren:

Während dort ein Völkermord stattfindet macht man sich hierzulande Sorgen um einen neuen deutschen „Antisemitismus“. Wobei jede Kritik an Israel als antisemitisch gilt. Diese Heuchelei, diese Lügen, dieses Verbrechen macht mich wütend.

Raten Sie einmal, um welchen bewaffneten Konflikt geht es? – Korrekt, es geht um den in Gaza. Das Zitat aus das eines Kommentares unter einem Post von Jürgen Todenhöfer auf Facebook.

Ich möchte weniger auf den Konflikt an sich, als auf die Berichterstattung durch Todenhöfer eingehen. Selbstverständlich wurden auf beiden Seiten große Fehler begangen. Es ist jedoch meine erklärte Meinung, dass es unangemessen ist, Israel für den aktuellen Konflikt verantwortlich zu machen oder zu kritisieren.

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Amerika, ich komme!

Diese Woche hat Europa wieder klar gemacht, dass es in Sachen Internet und Freiheit ein schizophrenes Verhältnis pflegt.

Der europäische Gerichtshof gab der Klage eines Spaniers statt, der von Google forderte, ein Suchergebnis bezogen auf die Suche nach seinem Namen zu löschen.

Unabhängig davon, wie die persönlichen Umstände für den Spanier aussehen, hat das Urteil eine grundsätzliche Bedeutung. In Zukunft kann jeder, der sich und die Darstellung des eigenen Ichs im Internet durch Suchergebnisse von Google beeinträchtigt fühlt, eine Löschung davon fordern. Die Umstände, die erfüllt sein müssen, dass ein Ergebnis gelöscht wird sind bei weitem nicht klar dargestellt, sondern weit gefasst.
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Täglich grüßt das Murmeltier


Gott sei Dank kann man sich noch auf ein paar Dinge verlassen. Die Sonne geht auf und wieder unter. Die Bildzeitung bringt immer wieder Falschmeldungen und das Feuilleton hat immer noch die intellektuelle Überheblichkeit fest integriert.

Ich habe hier mal ein paar Medienberichte zusammengestellt. (Wer diesen Artikel wirklich verstehen will, sollte die Rede von Frau Lewitscharoff aufmerksam lesen. Ja, die investierte Zeit wird sich rechnen.)

Sibylle Lewitscharoff hat in Dresden eine skandalöse Rede gehalten, für die sie in alle Zeit hin gebrandmarkt werden muss. Diesen Eindruck versucht aktuell die deutsche Presse zu vermitteln. Täglich grüßt das Murmeltier weiterlesen

Rassismus! Bürger, erwachet!

Eine Geschichte über Lesekompetenz und Widerstand.

Im Lohhofer Anzeiger vom 09.11.2013 findet man gleich drei Leserbriefe, die sich auf einen anderen beziehen. Es wird davon gesprochen, wie ausländerfeindlich und schrecklich die Äußerungen von Matthias Tietz gewesen wären.

Christian Grolms findet es “beschämend”, Markus Neumann “kann es kaum fassen” und Werner Weber ist “entsetzt”. Er fordert sogar bessere Aufklärung in den Schulen. Rassismus! Bürger, erwachet! weiterlesen